Yuval Noah Harari Kritik

Humanists at Risk – weltweit zum verfolgte Humanisten

"Mit von Sieg der Taliban bei Afghanistan ist das Zahl der angedroht Humanist:innen sprunghaft gestiegen",...

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Waren die Nazis wirklich "Humanisten"?

Die große Harari-Ver(w)irrung

Von:Michael Schmidt-Salomon

1. Aug 2017


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Cover links: randomhouse.de, cover rechts: chbeck.de

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Der israelische Historiker Yuval boy name Harari verfügen über mit seine Büchern "Eine kurze biografie der Menschheit" und "Homo deus" internationale bestseller, verkaufsschlager, spitzenreiter vorgelegt. Tragischerweise sind ihm an der analysieren haarsträubende versagen unterlaufen, ns nicht unwidersprochen bleibe dürfen. Ein Kommentar by Michael Schmidt-Salomon.

Normalerweise verzichte mir darauf, Bücher ein weiterer Autoren kommen sie kritisieren. Allzu schnell entsteht ns Eindruck, einer wolle seine eigenen Werke über die Abwertung sonstiges aufwerten. Aber nachdem Hararis bücher Millionenauflagen erreicht haben, danach ernstzunehmende Denker als Daniel Kahneman den autor über das Klee lobten und danach sogar ns Humanistische Pressedienst (!) einer unbedingte Leseempfehlung für Hararis "Kultbücher" aussprach (Thomas Hummitzsch in 28.6.2017: "Hararis kluges, anregendes und aufwühlendes buch ist ns Weckruf, in dem er ns Heute analysiert, ca die Möglichkeit ein menschlichen Zukunft zu bewahren. Wenn sie nur ein ein buch mit in den koffer packen wollen, nachher nehmen sie dieses!"), sehe mich mich gezwungen, bergwerk selbstauferlegte "Abstinenzregel" kommen sie brechen. Denn bevor einem Autor, der dafür sehr bei ideologischen Denkschablonen gefangen ist, dass er ns Nationalsozialismus (!) zusammen "humanistische Religion" (!) beschreibt, kann anzeigen gewarnt werden.

Wohlgemerkt: in dieser ungewöhnlichen Charakterisierung von Nationalsozialismus bzw. Von Humanismus handelt das sich keineswegs um einen einmaligen, nebensächlichen Ausrutscher des Bestsellerautors, sondern ca ein Kernelement seiner Weltsicht. Um dies verständlich zu machen, müssen ich einig weiter ausholen: in beiden Büchern, sowohl in "Eine kurze biografie der Menschheit" zusammen auch an "Homo deus", beschreibt Harari den erhebt euch des Humanismus, der die alt theistischen Religionen abgelöst habe, sowie das bevorstehenden Untergang des Humanismus, der weil neue technologische ideologien ("Posthumanismus" bzw. "Dataismus") ersetzt werde. In beiden Büchern bedeutet Harari auch, das Humanismus wie eine "Religion" charakterisieren kommen sie müssen (eine Differenzierung inmitten "Religionen", "Weltanschauungen" heu "Philosophien" sucht einer vergeblich), die in drei verfeindete "humanistische Sekten" zerfällt, nämlich an die Konfessionen ns "liberalen Humanismus", des "sozialistischen Humanismus" und des "evolutionären Humanismus". 

Als "liberale Humanisten" laub Harari besteht aus merkwürdigerweise zeigen jene gelten, die "auf den Schöpfergott und die Untersterblichkeit der Seele" zurückkommen ("Eine kurze biografie der Menschheit", S. 282), womit das unterschlägt, das gerade auch Nicht-Theisten und Nicht-Idealisten (also Atheisten, Agnostiker, Materialisten und Naturalisten) für die zentralen Werte von "liberalen Humanismus", nämlich Menschenrechte, demokratie und ns Prinzipen der offenen Gesellschaft, streiten haben. Nicht weniger kurios: als "sozialistische Humanisten" ernannt Harari nicht Autoren zusammen Ernst Bloch heu Erich Fromm, das sich selbst wie "sozialistische Humanisten" versteht haben, aber kommunistische Diktatoren zusammen Josef Stalin, die das Begriff "Humanismus" nur zusammen Schimpfwort gebrauchten und "Humanisten", das sich an die Frühschriften über Marx beriefen, wie Vertreter eines "bürgerlichen Revisionismus", ns heißt: als Hochverräter bei der parteikommunistischen Doktrin, verfolgten.

Als kann sein all dies no schon absonderlich genug, schießt Harari mit seiner Charakterisierung von "evolutionären Humanismus" nachher endgültig den Vogel ab: denn der schriftsteller lässt uns sowohl an "Eine kurze elektrisch der Menschheit" (S. 281) zusammen auch in "Homo deus" (S. 337) wissen, dass der evolutionäre Humanismus eine "Sekte" ist, "dessen bekannt Vertreter die Nationalsozialisten waren". Ja, sie haben richtig gelesen: weil das Yuval noah Harari war Adolf Hitler nicht zeigen Diktator, Nationalist, rassist und Massenmörder, sondern an Personalunion sogar noch einer der führenden Vertreter des evolutionären Humanismus! 

Adolf Hitler – einen "humanistischer" Massenmörder?

Wie kommt ns Autor oben diesen verwegenen Gedanken? Nun, Harari entsprechend teilen jedermann humanistische Konfessionen die Gemeinsamkeit, dass sie den "Glauben in Gott" durch einen "Glauben an den Menschen" statt, ersetzen – was zunächst einmal nicht kommen sie beanstanden ist (selbst wenn man Hararis Formulierung, Humanisten würden den Menschen "anbeten", schwerlich folgen kann). In dem Hinblick auf diesen "Glauben in den Menschen" – bedeutet Harari mehr – brauchen man das Nationalsozialismus als eine außergewöhnliche konsequente Variante von Humanismus betrachten, da er sich "als einzige humanistische Sekte" von "traditionellen Monotheismus losgesagt hat". Dies klingt schmissig (und erinnert in Predigten katholischer Hardliner wie Dyba, Meisner und Müller), hat dennoch mit der geschichtlichen wirklichkeit wenig kommen sie tun. Da die NS-Ideologie zu sein keineswegs by einer diesseitig-humanistischen Weltsicht geprägt, jedoch vom Konzept das "heiligen Führung", von sich jedermann Teil ns "Volkskörpers" unterwerfen musste. Es ich werde es haben seinen Grund, dass die deutschen Soldaten "mit gott und zum Führer" an den Krieg ziehen und dass Hitler in jeder gelegenheit die "göttliche Vorsehung" herbeizitierte. Nazideutschland war einer ns wenigen Staaten innerhalb 20. Jahrhundert, bei denen das "Gottlosigkeit" offiziell gar no geben durfte. Deren nicht Mitglied ns Religionsgemeinschaft war, wurde von den Nazis in der amtlichen kategorie "Gottgläubiger" geführt, denn "Atheismus" galt wie Ausdruck einen "kulturzersetzenden, jüdisch-bolschewistischen Gesinnung", die bei keiner kanzel geduldet wurde.

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Harari verkennt allerdings nicht zeigen den theistisch-religiösen (mitunter auch okkulten) Charakter der NS-Ideologie, sehr mehrere gravierender ist, das er alle Kriterien unterläuft, mithilfe derer sich humanistische von antihumanistischen Weltanschauungen sinnvollerweise unterscheiden lassen. Allen (modernen) Humanismen gemeinsam ist nämlich das Imperativ, "alle Verhältnisse umzuwerfen, bei denen das Mensch ns erniedrigtes, geknechtetes, verlassenes, verächtliches wesen ist". Dieser Formulierung über Karl Marx stimmen in der Regel auch bürgerlich-liberale Humanistinnen und Humanisten kommen sie – mich wenn diese meist deutlich ist anders Vorstellungen davon haben, wie sich dieses ziel gesellschaftlich realisieren lässt. Ende diesem Grund tun können der Nationalsozialismus, das große Gruppen von Menschen von vornherein radikal ausgrenzte, der sie in unvorstellbarem Maße erniedrigte, knechtete, vernichtete, unter gar niemand Umständen wie "humanistisch" bezeichnet werden, wenn dies Begriff noch irgendeine strapazierfähige Bedeutung von soll. 

Harari versucht nun Konzept zu retten, durch das tun er dem vermeintlichen "Humanismus" ns Nationalsozialisten ns Attribut "evolutionär" voranstellt. Begriffslogisch ist dies allerdings unsinnig. Da wenn das Attribut "evolutionär" zu führen würde, dass ein Humanismus zum Antihumanismus mutiert, so müsste man von "evolutionärem Antihumanismus" wort – statt von "evolutionärem Humanismus". Aber sei‘s drum. Harari verteidigt seine kuriose Begriffswahl damit, dass er behauptet, das Nationalsozialisten jawohl sich by "anderen Humanisten" (sic!) durch dies unterschieden, das ihr Menschenbild "stark by der Evolutionstheorie von etwas betroffen sein war". Ns klingt nach ein gewichtigen Argument, aber ist das wahr? 

Dachten ns Nazis "evolutionär"?

Die preis- auf diese Frage lautet: Nein! denn es laub sich einfach zeigen, dass sogar der "sozialistische Humanismus", der auf die Darwin-Verehrer Marx und Engels zurückgeht, auf der Evolutionstheorie fußt. Und auch bei den "liberalen Humanisten" von 20. Jahrhundert wird man (selbst einmal man Hararis unbegründete Limitierung von Begriffs akzeptiert) zeigen sehr wenige vertreter finden, die das Evolutionstheorie ablehnend gegenüberstanden. Tatsächlich jawohl sich "sozialistische Humanisten" wie Erich fromm oder "liberale Humanisten" zusammen Karl Popper in ihren Schriften sehr viel stärker oben die Evolutionstheorie berufen als nazistische Ideologen zusammen Hitler, Streicher oder Rosenberg.

Ohnehin ist es falsch kommen sie meinen, das Evolutionstheorie jawohl das nationalsozialistische Menschenbild an besonderer klug geprägt. Bei dessen Zentrum stand nämlich keine wissenschaftlichen Konzepte als die Evolutionstheorie, sondern antiwissenschaftliche sowie antihumanistische Mythen als die vorstellung von der Überlegenheit der "Europäer/Weißen/Arier" (ein Erbe des Kolonialismus) und der "kulturzersetzenden Kraft das Juden" (ein Überbleibsel des christlichen Antijudaismus). Vermischt mit einer übersteigerten Autoritarismus (eine folge der by Generationen antrainierten Gehorsamstechniken bevor allem bei Preußen) ebenso einem überbrodelnden Nationalismus, der durch die Niederlage im erste Weltkrieg ferner angeheizt wurde, entwickelten sich davon eine brandgefährliche politisch Ideologie, die mithilfe selektiv ausgewählter "evolutionstheoretischer Befunde" allenfalls ausgeschmückt wurde. 

Diese evolutionistischen Versatzstücke bei der Naziideologie fußten allerdings nicht an "der" Evolutionstheorie, sondern in einer hochgradig verzerrten interpretation derselben. Dafür widersprach das nazistische schwanger vom "Kampf aller gegen alle" diametral ns Erkenntnissen, die Darwin vor allem an seinem montag evolutionstheoretischen Hauptwerk "Die Abstammung von Menschen" dargelegt hatte. Wunderschönen damals werde haben Darwin in unzähligen Beispielen aufgezeigt (was peter Kropotkin start des 20. Jahrhunderts in seinem berühmten Buch von die "Gegenseitige unterstützung im Tier- und Menschenreich" noch wenn eindrucksvoll untermauerte), dass auch Liebe, Fürsorglichkeit, Kooperationsbereitschaft, Altruismus und Sanftmut evolutionär erfolg Strategien sind. 

Halten wir fest: das Weltbild das Nazis war weder "humanistisch" noch "evolutionär", einmal man dies Begriffe an einer halbwegs seriösen kanzel gebraucht. Harari hatte dies selbst leicht erkannt können, wenn er da oben eingegangen wäre, was ns seit Jahrzehnten bei die internationale debatte eingeführte Begriff "evolutionärer Humanismus" tatsächlich bedeutet. Noch eben dies ist ns Befremdliche bei Hararis Büchern: Obwohl ns Konzept von evolutionären Humanismus als zusätzliche Bedrohungskulisse eine wichtige Rolle in seinen Büchern spielt, erwähnt er nirgends auch anzeigen mit einer Silbe, das dieser Begriff Mitte des 20. Jahrhunderts über dem bedeutenden Evolutionsbiologen und ersten Generaldirektor das UNESCO, julianisch Huxley, sputtern wurde. 

Was ns Begriff "evolutionärer Humanismus" eigentlich bedeutet

Huxley ging es nach ns Gräueln ns 2. Weltkriegs, des Nazismus und Stalinismus darum, mit kommen sie evolutionären Humanismus ns traditionsübergreifendes, offenes Rahmenmodell (nicht zuletzt auch für die UN-Organisationen) zu entwickeln, das alte humanistische Werte mit modernen wissenschaftlichen Erkenntnissen in Einklang bringt. Inbegriffen verband Huxleys Konzept die Prinzipien ns Freiheit (nach Harari einen Exklusivgut ns "liberalen Humanismus") mit das Prinzipien das Gleichheit (nach Harari das Alleinstellungsmerkmal des "sozialistischen Humanismus") und das berücksichtigte natürlich auch in besonderem Maße ns Erkenntnisse der Evolutionsbiologie. "Evolutionär" war dies "neue Humanismus" allerdings noch in einer anderen bedeutsamen Hinsicht: denn Huxley wusste wie erfahrener Forscher, das wissenschaftliche Erkenntnisse immer fehleranfällig und die folge ist korrekturbedürftig sind und dass sogar ethisch-politische Normen einem historischen Entwicklungsprozess unterliegen. Hieraus leitete Huxley ab, das der evolutionäre Humanismus sich selbst evolutionär weiterentwickeln müsse und folglich absolute Autoritäten zusammen unveränderliche Dogmen mit allergrößter entschiedenheit abzulehnen sind – ein schärferer der kontrast zur radikal-autoritären, dogmatisch erstarrten Ideologie des "Tausendjährigen Reichs" zu sein kaum denkbar.

Ist das wirklich möglich, dass Yuval noah Harari in Niederschrift seiner bücher keine Ahnung in hatte, das der Begriff "evolutionärer Humanismus" etwas komplett sonstiges bedeutet zusammen das, was er seinen Leserinnen und Lesern darunter diesem Stichwort verkaufte? Ich bekam diesbezüglich arge Zweifel. Immerhin findet man auch im englischsprachigen Wikipedia ns Eintrag zu "Evolutionären Humanismus", der selbstverständlich nicht auf die Nazis, sondern oben Julian Huxley verweist. Zudem gibt es an "Homo deus" eine Stelle (S.349), welche die Interpretation naheliegt, dass Harari sehr wohl wusste, wie leicht sich es ist in Verständnis von "evolutionärem Humanismus" zerpflücken lässt. Allerdings macht dies Passage seine haarsträubende translate keineswegs erträglicher, sondern puts ihr das Krone auf. Harari schreiben nämlich: "Es wahrscheinlich allerdings erinnert, das Hitler und das Nationalsozialisten anzeigen eine Extremform des evolutionären Humanismus darstellen. (…) nicht alle evolutionären Humanisten Rassisten, und nicht jeder Glaube bei das weitere Entwicklungspotential ns Menschheit das blei zwangsläufig in den Polizeistaat und zu Konzentrationslagern."

Mir stockte das Atem, zusammen ich dies Passage las. Was soll man kommen sie noch sagen? Selbstverständlich war das Nationalsozialismus keine "Extremform von evolutionären Humanismus", sondern einer "Extremform des antievolutionären Antihumanismus". Das Nazis dachten, wie gesagt, sind nicht humanistisch still evolutionär, jedoch antihumanistisch und totalitär. Und selbstverständlich – das ist peinlich, dies überhaupt betonen kommen sie müssen – können "Rassisten" über definitionem auf keinen fall "Humanisten" sein, da sie die fundamentale base jedes ernstgemeinten Humanismus, nämlich das Idee der einen Menschheit, in der jedes einzelne Individuum zählt, missachten! als noch – und dies zeigt, wie grotesk Harari ns Tatsachen verdreht hat: das war gerade das Begründer von evolutionären Humanismus, julian Huxley, der zum Rassismus jegliche Grundlagen entzog, indem das 1935 an einem mehrfach diskutierten Aufsatz (enthalten in dem buch "We Europeans: A survey on gyeongju Problems") darlegte, das die geno- und phänotypischen Unterschiede unter den menschen viel kommen sie gering sind, ca im wissenschaftlichen Sinne von "menschlichen Rassen" sprechen zu können. Ns Konzept das "Rasse", deswegen Huxley 1935, sei anzeigen ein "sozialer Mythos", nein wissenschaftliche Kategorie. Und deshalb sorgte er dafür, dass der Begriff ns "Rasse" zunächst an der wissenschaftlichen diskutieren fallen ruhig und später sogar auf politischer (UN-) Ebene weil den by ihm geprägten Begriff ns "ethnischen Gruppe" ersetzt es wurde (siehe u.a. Ns UNESCO-Statement "The gyeongju Question" von 1950).

Die folge leisten der Hararischen Begriffsverwirrung

Wie gesagt: mich weiß nicht, wenn Harari so unwissend heu ob er deshalb manipulativ war, dass er dies leicht überprüfbaren Tatsachen in ihr das gegenteil verkehrte. Fakt ist jedoch, dass es zum ihn etwas dramaturgische vorteil mit sich brachte, den evolutionären Humanismus kontrafaktisch mit Hitler und den sozialistischen Humanismus kontrafaktisch mit Stalin kommen sie verbinden. Da ohne diesen Kniff werde haben die Geschichte, das Harari seinen Leserinnen und Lesern verkaufen wollte, nämlich die geschichte vom nahenden Untergang ns Humanismus, gar no funktioniert. Warum? weil Harari nach dies Diskreditierung ns evolutionären und des sozialistischen Humanismus alle Argumente ausblenden konnte, die das ende diesen Traditionen stammen. Übrig ausblüten stattdessen ns "liberale Humanismus", das Harari (seiner eigenen Logik folgend, tatsächlich noch grob verfälschend) wie eine a) anti-egalitäre (gegen das "sozialistisch-humanistische" Gleichheitsideal gerichtete) sowie b) naiv-idealistische (gegen das "evolutionär-humanistische" Wissenschaftsprinzip verstoßende) Ideologie darstellte. 

Laut Harari müssen liberale Humanisten in einen gottgleich von den neuronalen Zuständen schwebenden, unabhängig über natürlichen Ursachen funktionierenden "freien Willen" glauben, da andernfalls ihr Glaube in "die Freiheit" in sich zusammenbrechen würde. Angenommen man dies Unterstellung, ist das natürlich einer Leichtes zu beweisen, dass ein solcher "liberaler Humanismus" gegen fundamentale Erkenntnisse ns Biowissenschaften verstößt und an einem Zeitalter, in dem uns digitale Algorithmen die Regelhaftigkeit unseres Verhaltens immer deutlicher vor augen führen, zum Untergang geweiht ist (das Hauptthema von "Homo Deus"). Aber: ist es denn überhaupt wahr, dass der politische Liberalismus mit einer Glauben an das idealistische Konstrukt ns Willensfreiheit einhergehen muss?

Auch hier lautet das Antwort: Nein! dass Hararis Argumentation in den ersten meinung überzeugend gegenwärtig mag, liegt daran, dass der Begriff der "politischen Handlungsfreiheit" leicht mit kommen sie Begriff der "Willensfreiheit" verwechselt verstehen kann. Tatsächlich aber geht es im politischen Liberalismus keineswegs um herum die philosophische Frage, ob personen unabhängig von natürlichen Ursachen in einem spezifischen moment ihres Lebens auch das exakte Gegenteil von dem möchte könnten, was sie tatsächlich möchte (Konzept das Willensfreiheit innerhalb Sinne von sogenannten "Prinzips der alternative wahl Möglichkeiten"), das geht vielmehr um herum die gesellschaftspolitische Frage, ob menschen unter sicher sozialen Verhältnissen die Freiheit haben, tun kommen sie können, was sie wollen (Gewährleistung by individuellen Handlungsfreiheiten).

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In beide Fällen taucht zwar ns Wort "Freiheit" auf, anzeigen hat das eine mit dem etc nichts zu tun! mehr noch: das lässt sich (wie mich es bei meinem buchen "Jenseits über Gut und Böse" tun habe) zeigen, das einige das konsequentesten Gegner ns Willensfreiheitsthese zur selben zeit entschiedenste Vorkämpfer zum politische freiheiten waren – und umgekehrt: dass einige ns enthusiastischsten Verfechter das Willensfreiheitsthese fanatisch zum diktatorische Verhältnisse stritten. Auch wenn dies Harari-Anhänger arg verwirren mag, es ist äquivalent zu nun einmal das historischen Tatsachen: das wohl brutalsten Feinde das Freiheit und des liberalen Humanismus, nämlich das Nationalsozialisten, waren bedingungslos von der "Freiheit von Willens" überzeugt, da drüben dies die idealistische grundlage ihres strengen "Schuld-und-Sühne-Strafrechts" und ihr "heroischen stellungnahme zum Leben" zu sein (so Roland Freisler bei seiner grund zum Entwurf ns nazistischen Strafrechts), inzwischen liberale Rechtsgelehrte als Gustav Radbruch oder fritz Bauer, ns für größere kostenlos und eine weitreichende Humanisierung ns Rechtssystems eintraten, das "unwissenschaftliche Hypothese" der Willensfreiheit verwarfen und stattdessen das mannigfaltigen sozial und kulturellen Ursachen ins bewusstsein rückten, die zu kriminellen Verhaltensweisen führen.

Die Fiktion einer "humanistischen Religionskrieges"

Hararis Freiheitsbegriff ist dennoch nicht nur so obskur, weil er ns unterschiedlichen Kategorien ns Handlungsfreiheit und der Willensfreiheit unzulässig miteinander vermischt, sondern auch, da er ns Prinzip das Freiheit an einen radikalen Widerspruch um zu Prinzip das Gleichheit setzt. Dies ist in politisch-ideologisch aufgeladenen debatten zwar eine beliebte Denkfigur, noch mit einen soliden philosophischen und demokratietheoretischen Betrachtungsweise kaum in Einklang zu bringen. Diese verdeutlicht nämlich, dass Freiheit und Gleichheit nur zusammen Einheit zu denken sind, ja, dass jeder Schritt an Richtung Gleichberechtigung ns Menschen (verstanden zusammen Herstellung von Chancengerechtigkeit – nicht als inhumane Gleichmacherei das Individuen!) zugleich sogar ein Schritt bei Richtung größerer kostenlos ist (vgl. Dafür mein buchen "Die Grenzen ns Toleranz – warum wir das offene Gesellschaft verteidigen müssen, S. 122ff.). 

Aus diesem kausa ist es natürlich überhaupt sind nicht Widerspruch, aber vielmehr logisch stringent, zum einen bei der freiheit und ns Gleichberechtigung aller jedermann orientierten evolutionären Humanismus einzutreten. Damit fallen die Gegensätze weg, das Harari seine Konstruktion der vermeintlichen "humanistischen Sekten" zugrunde platziert hat – und es wird still offenkundiger, wie grotesk Hararis darstellung der Konflikte des 20. Jahrhunderts ist. Da Harari würde gerne uns aber allen ernst die botschaft verkaufen ("Homo Deus", S. 254ff.), dass sowohl ns 2. Weltkrieg wie auch das Ost-West-Konflikt folgen eines riesig "humanistischen Religionskrieges" waren, der seit kommen sie vermeintlichen "Schisma von Humanismus" zwischen den verfeindeten "Sekten" von liberalen, sozialistin und des evolutionären Humanismus tobt. 

Man kam sich vergegenwärtigen, was dies bedeutet: Harari zufolge waren das Holocaust, das stalinistischen "Säuberungsaktionen" und auch die unzähligen Hungertoten der "Dritten Welt" da oben zurückzuführen, das im 20. Jahrhundert leider zu viele "Humanisten" in der kann sein waren, die sich als Vertreter unterschiedlicher "humanistischer Sekten" gegenseitig bekämpften! Sicher: wenn man voraussetzt, das Adolf Hitler, ns sich zusammen Werkzeug das "göttlichen Vorsehung" verstand, einen "Humanist" war, das Josef Stalin, der wie "Prophet von dialektischen Materialismus" Andersdenkende in unfassbarem Umfang abschlachten ließ, ein "Humanist" war, das Ronald Reagan, der sich über evangelikalen Predigern einflüstern ließ, welche politik "God’s own Country" benötige, einen "Humanist" zu sein – dann can man ns Erzählung folgen, dass im 20. Jahrhundert einer "humanistischer Religionskrieg" mit Millionen by Opfern stattgefunden hat. Man tun können es aber auch sein lassen und wir stattdessen seines besitzen Verstandes bedienen, ohne bei die ideologische Denkfallen kommen sie tappen, die Harari in seinen Büchern einstellen hat.