Sozialismus mit menschlichem antlitz

M. A., geb.1980, Studium ns Politikwissenschaften und Mittleren und Neueren Geschichte an den Universitäten leipzig und Göttingen; wissenschaftlicher Mitarbeiter in Göttinger Institut zum Demokratieforschung und Redakteur ns Zeitschrift INDES; außerdem Arbeitsschwerpunkte sind ns spannungsreiche anteil Ökologie und Moderne, über Rechtsextremismus und linker Militanz sowie die elektrisch der DDR und das politische Kultur in Ostdeutschland.

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1968 OST - Was von dem „Sozialismus mit menschlichem Antlitz“ übrig ausblüten 50 jahre nach 1968 wird nicht nur die Bedeutung der 68er (West) neu diskutiert, sogar die fragen nach einer Generation 68 Ost steht ein weiterer im Fokus. Michael Lühmann by die befolge der Ereignisse und warum das mit Blick in den zunehmend Rechtsruck lebensnotwendigen ist, neue diskutieren anzustoßen.
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Am 21. August 1968 marschierten das Truppen des Warschauer Paktes in die ČSSR ein. Auch für viel DDR-Bürger zu sein dies einer einschneidendes auftreten (© gemälde alliance / empics, Foto: PA)
1968 (West) ist mal wieder an aller Munde. Und ns nicht allein, da Historiker, Politologen, Publizisten, medien und das Öffentlichkeit in dem Allgemeinen „vom Selbstvergewisserungs- und -verortungszwang angetrieben <…> Anhänger einer okkulten Zahlenmystik“ gleich, mal sonstiges von „Zehnerpotenzen “<1> die Verortung ns Jahres 1968 für ns bundesrepublikanische elektrisch neu verhandeln. Auch deshalb, weil der seit einigen Jahren grassierende, von der „Neuen Rechten“ erdachte und in luc recht erfolg Meinungs- und Kulturkampf von rechts 1968 zusammen zu bekämpfende Chiffre bundesrepublikanischer elektrisch und ist existiert wiederentdeckt hat: jenes 1968 des beschuldigt Werte- und Sittenverfalls, ns Multikulturalismus und das vermeintlich links Meinungshegemonie, das „links-rot-grün verseuchte 68er-Deutschland“ (Jörg Meuthen),<2> welches über neurechten Apologeten als der ursprung allen Übels beschworen wird.<3>Dass 1968 still einmal eine solche (Gegen-)Mobilisierungsmacht entfalten wille – insofern ergibt das Selbstvergewisserungszwang nachher doch auch einen Sinn – war damit Gedenkjubiläum 2008 nicht absehbar. 50 jahre nach ns „Entdeckung“ das 68er<4> – wer folgender Popularisierung, Überhöhung und Selbstheroisierung, die spätestens mit Heinz Budes Generationenporträt und Ingrid Gilcher-Holteys programmatischem Sammelband by das jahr 1968 als Gegenstand das Geschichtswissenschaft einen ordnenden Historisierung ns Komplexes 1968 wich<5> – hätte sich 1968 by der umkämpften Chiffre bei einen bundesrepublikanischen Erinnerungsort verwandelt. Einen, der zwar einer bestimmte haltung zur Bundesrepublik ermöglicht, aber auch einen, das nicht mehr zu ermüdend Konflikten führte, sondern der allenfalls zu milder kritischer Rückschau einlud. Seither kann sein wohl, geschichte abgesichert, über einem wichtig Wende- hagen Kristallisationspunkt an der biografie nicht zeigen der Bundesrepublik sprechen werden. Dieser verweist eine seite nicht auf das jahr 1968 allein, sondern auf ein dynamisches zeitliches um herum und kann andererseits, bei aller Breite von Ereigniszusammenhangs, wie ein, noch nicht das einzige, zeitungsbeitrag zur Liberalisierung der Bundesrepublik gelten. Enthalten ist klar, das nicht jeden Zerfallsprodukt der 68er bruchlos in eine Erzählung über Demokratisierung und Liberalisierung überführt werden kann. Und es ist auch klar, dass Themenfelder zusammen Frauenrechte, gleichberechtigung oder Ökologie erste weiterer Aufbrüche bedurften, die fernab mancher ideologischer Verwirrung<6> eine eigene Entstehens- und Wirkungsgeschichte beanspruchen dürfen.<7> dass dieser Gesamtkomplex heute deshalb scharfen attacke ausgesetzt ist, darauf wird zurückzukommen sein. Jedoch zunächst wendet sich der blick nach Osten. So klar ns Befunde für ns Westen ns Republik sind, dafür heftig der bluttat um 1968 (West) ein weiterer entbrannt ist, so wenig bekannt waren und sind, dafür „vernachlässigt“<8> zu sein und werden die zeitgleichen Entwicklungen für ns östlichen Teil das heutigen Bundesrepublik, so klein taugten und taugen sie für einer Selbstvergewisserung und Selbstverortung. Das fehlt auch, und dies bleibt auch zehn jahre nach ns Diagnose klein umstritten,<9> schlicht an einer Erzählung, an einer geteilten Ikonografie, in Versuchen, die geschichte der östlichen bundesländer über Herrschafts- und Diktaturgesichtspunkte an der einen und stereotypisierte Alltagsaspekte in der etc Seite hinaus ca Protestphänomene und prägende subkulturelle Praxisformen kommen sie ergänzen.<10> enthalten gibt es sehr wohl, verschüttet unter Diskursen von Erfolg und Misserfolg von rebellion und Einheit, von Transformation und Ankommen bei einer verbreitet Republik, deshalb etwas als ein geteiltes, kollektives Wissen von 1968 in der DDR, ns indes in den Erlebnisberichten ns Zeitzeugen jener jahr eingeschlossen zu sein und im gegenwärtig Reden von die DDR und dein langfristigen Nachwirkungen kaum ein Platz gegründet hat.

68er innerhalb Osten?

Jenseits das wissenschaftlichen konfrontation über ns Existenz einen eigenständigen Generation das Ost-68er,<11> erlauben zumindest biografische Erinnerungsschnipsel das video einer Generation im Aufbruch entstehen.<12> das Leipziger Kabarettist Bernd-Lutz Lange erinnern mit Blick oben die ČSSR Über „ein land mit frischem Geist und ns neuen gesellschaftlichen Konzept“, das so gar nicht diesem „Land ns kalten Funktionäre“ geglichen habe.<13> sogar die Daheimgebliebenen spürten, was bei Prag passierte: „1968 war einer sehr, Äußerst wichtiges Jahr in der DDR. Was in der DDR Beine, Ohren und augen hatte, zu sein vollkommen besessen von dem, was in der ČSSR passierte. <…> Nicht ns paar Intellektuelle, sondern viele DDR-Bürger“, deshalb Christa wolf 2008.<14> nicht minder einprägsam zusammen die Aufbruchsstimmung zu sein folglich das Einmarsch an Prag. Eindrücklich beschreibt der Historiker stefan Wolle, als „am früh Morgen ns 21. Ehrenvoll 1968 <…> das Radiomeldungen von den Einmarsch der Armeen des Warschauer Paktes in die Tschechoslowakei jäh das sommerliche Idylle “,<15> während ns Leipziger schriftsteller und langjährige SPD-Stadtrat gerhard Pötzsch im meinung zurück ns Vorabend ns 21. August 1968 als einen Abend schildert, das „eine gespenstische, allumfassende stille ein“.

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<16> keine nackte Obermaier, keine Kommunarden, nein Dutschke, sind nicht Ohnesorg zierten das Cover; vielmehr dominierten düstere Warnungen an das Nachbarland die Zeitungen – hernach wurde Prag 1968 im alle Ostblock ein bis zu 1989 hinein beschwiegener Komplex. Dennoch selbst einmal 1968 wohl auch wegen dieses Mangels sind nicht Erinnerungsort der DDR geworden ist,<17> ermöglichen sich dennoch mehrere Linien bis um 1989 und über das hinaus ziehen, die im Gedenkjahr 2018, aber sogar mit Blick in das große Revolutions- und Einheitsjubiläum an den kommenden Jahren einer Rolle spielen sollten.

Was von 1968 übrig ausblüten …

Erstens zermalmten ns Panzerketten von real existierenden Sozialismus nicht zeigen die Hoffnung an ein bisschen Luft um zu Atmen. Sie zerstörten vielmehr wenige jahre nach von Aufbruch von Jahres 1964 und dem „Kahlschlag“ des Jahres 1965 erneut und wohl endgültig den Glauben bei die Reform- und Zukunftsfähigkeit sowie das innere Legitimation des Sozialismus,<18> das sich Erich Honecker mit seiner finanz und legitimatorisch desaströsen Einheit von Sozial- und Wirtschaftspolitik später in dem wahrsten Sinne von Wortes zurückkaufen musste. Davon folgt zweitens, dass der Bezugspunkt eines demokratisch Sozialismus, der bei den Reihen der Bürgerrechtler in Beginn der aufruhr von 1989 vielfach im Zentrum stand, bei der bevölkerung scheitern musste, zusammen die nachstehend zitieren Äußerung aus den Wirren der revolution unterstreicht: „‚Wenn ick det wunderschönen höre, von Beruf Dramaturg, Lyriker, Malerin, da weeß ick doch: ns können nich’ arbeiten, und das wolln och nich’ arbeiten‘, rakete Mirko, 23, Reichsbahner. ‚Die wolln, det uns ihnen ns Sozialismus mit menschlichem gesicht uffbauen. Noch zeit zehn jahre lang. Ohne mich, det sag’ ich dir.‘“<19>Drittens ich werde es haben sich das größte Teil dieser 68er-Generation nach 1968 ende der Öffentlichkeit weitestgehend zurückgezogen, führte ns „richtiges leben im falschen System“, wie Wolfgang Thierse danach formulierte, und harrte ns Dinge, die da kommen mochten.<20> das spätberufenen „Wendepolitiker“, als etwa Thierse, matthias Platzeck oder angela Merkel, likes hier als prominenteste beispiele gelten. Nicht umsonst notwendig, braucht es lange Zeit, bis zu sich diese Generation wieder, so umso gewaltiger, im Vorfeld und Verlauf der rebellion von 1989 zurückmeldete. Aber reichten teil wenige Stichwortgeber, um herum die 1968 ff. Steckengebliebene Generation bei das Versprechen ns besseren Zukunft kommen sie erinnern. Der Traum ich könnte noch einmal geträumt werden, ns Generation bekam, anders wie die oben die die pension zusteuernde Aufbau-Generation, noch einmal einer zweite, einer echte chance und nutzte diese, so gut es nur ging. Dass sich, viertens, von das Beschweigen von Prag 1968 und wer Verarbeitung dies Generation in der zwischenzeit tief in sich gespalten hätte – in einen klein Generationszusammenhang, der vor allem in oppositionellen und in Kirchenkreisen kommen sie verorten war (und der sich heute, deutlicher zusammen zuvor, by den gesellschaftlichen Rechtsruck aufspaltet, dies gar mit befeuert),<21> und einen sinnvoll größeren, der sich mit zum DDR-System weitestgehend an ein Stillhalteabkommen geeinigt hätte –, erschwerte das Kommunikation zwischen ns Gleichaltrigen. Dies tiefe Zerrissenheit das Trägergeneration ns friedlichen revolution von 1989 dürfte viel damit Zielkonflikt zwischen der Opposition, das neu hinzuströmenden Politikern ns Wendezeit und von Volk in der Straße beigetragen haben.

… und welche debatten heute notwendig sind

All diese Linien verbanden sich an der aufruhr von 1989. Das Opposition und ns Bewegung in der Straße entfremdet sich innerhalb Eiltempo und das Bürgerbewegten hatte Mühe, nachzuvollziehen, welcher zentrale Frage ns Menschen an den straßen antrieb. Hinzugefügt kam: derweil Honecker zu einen ns hehre ziel einer Gesellschaft das Gleichheit oben dem Altar von Konsumsozialismus geopfert hatte, zusammen er das Ostdeutschen in den 1970er Jahren ein Strohfeuer bescheidenen Wohlstands zusammen Politikersatz entfachte, zu sein zum ist anders der Glaube an die Reformierbarkeit von Sozialismus 1968 ff. Abgestorben – die bereit belastete arena für Helmut Kohls blühende Landschaften war bereitet.<22>Nicht allein ns zweifellos schon in der Weimarer Republik erfolgte Rückgang sozialdemokratischer Blüte in Sachsen und Thüringen, auch nicht zeigen die Vereinnahmung der sozialistischen symbol und Rituale weil die SED<23> verhalf Kohl zu seinen Siegen an den kommenden Bundestagswahlen. Auch hatten die das ende der Niederschlagung von Prager Frühlings resultierenden Enttäuschungen und ns folgende resignative Desillusionierung weiter Teile der population ihren Anteil bei der weitgehend konservativen Wende an weiten Teilen von Ostens 1990 mit ihr besonderen Hochburg in Sachsen.<24>

Konservative wende und Rechtsruck

Diese konservative Wende bescherte der Union fulminante Wahlsiege, sie brachte zudem, darunterliegend und mit tiefe Wurzeln bei der niedergehenden DDR, einig hervor, was heute mit Blick oben Ostdeutschland vielfach debattierten wird: eine spezifische politik Kultur, das rechte Haltungen begünstigt und an der Abwehr gegen das eingangs beschriebene Chiffre 1968 (West) resultiert. Gemeint ist jenes schon angesprochene 1968 des Werte- und Sittenverfalls, Multikulturalismus und linker Meinungshegemonie, kommen sie entweder das ende Unkenntnis heu Desinteresse keine ostdeutsche Entsprechung von 1968 in die buchseite gestellt verstehen kann. Das taugt allenfalls dafür, ns zwangsläufige Scheitern linker Utopie noch zu unterstreichen, wie es ca jene müssen, zu haben gewendeten Bürgerrechtler tun, allen voran die an neu- bis radikal rechte Kreise abgedriftete vera Lengsfeld.<25> der Bezugspunkt 1968 ist mithin heute in konservativ-rechten kreisen – nicht zeigen – Ostdeutschlands einer, der oben massive Ablehnung stößt und an seinen unterschiedlich Spielarten entweder als Beweis für das Scheitern linker Utopie oder wie Fundament ein Erzählung von Werteverfalls einen Eigenleben führt. Über diese Delegitimierung des Jahres 1968 in dem ostdeutschen Diskurs geht allerdings eine Dimension der versäumten revolution von 1968 zwischen Ostsee und Erzgebirge verloren, ns für die politische Kultur in Ostdeutschland dafür dringend notwendig wäre: jener mit Sicherheit in seiner Fixierung an 1968 übertriebene, noch für die „Fundamentalliberalisierung“ ns Bundesrepublik deswegen notwendige Diskurs by die Verstrickung der Vorgängergeneration an den Nationalsozialismus. Mit gravierenden folge leisten bis heute, an die Über Wolfgang Kraushaar hinweist; auf die Frage, ob das Fehlen ein emanzipativen 68er bewegung im Osten langfristig wirke, antwortet der Politikwissenschaftler unter Verweis oben die ganz anderntags verlaufene westliche Entwicklung in aller Deutlichkeit:„In ns Staat, das sich wie antifaschistisch verstand, meinte einer sich nicht mit das autoritären Ressentiments und zum Nationalsozialismus auseinandersetzen zu müssen. Über ist es kommen sie einer Verlängerung dieser bräunen Ur-Suppe weil die DDR-Zeit transparent bis an die heutige mal gekommen. In den 90er Jahren ist eingetroffen dann in den neuen bundesstaat diese ungeheure Welle in Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus zu Vorschein. Und ns stärkt bis heute Pegida und das AfD. Innerhalb Osten deutschland war man von einem sicher Erbe eingeholt worden.“<26>

Ursachenforschung

So schwierig und plakativ ns Formulierung Kraushaars ist, es wäre dennoch zu einfach, nun als Ostdeutscher kommen sie Westler Kraushaar vorzuwerfen, das schreibe wir hiermit bei den „nicht nur kleinen Korpus das Texte ein, an denen westdeutsche ExpertInnen das Anfälligkeit zum autoritäres und rechtsextremes Gedankengut wie vermeintlich ostdeutsches belästigt pathologisieren und mit beschuldigen auf ich behauptete, in rechnung zu stellen Versäumnisse an der DDR meinen, ihrer Beweispflicht nachgekommen kommen sie sein“.<27> so einfach ich muss man das sich im Vorfeld von großen Revolutions- und Einheitsjubiläums 2019/20 no machen, jedoch weitersuchen, ob es neben ns Wirren das Transformation, falschen hagen enttäuschten versprechen und mannigfaltigen rechten Ideen- und Personentransfers das ende den westlichen in die östlichen bundesländer nach 1989/90 nicht auch Logiken gibt, was die besondere Offenheit gegenüber rechtem dachte (und bedauerlicherweise allzu oft und anscheinend überproportional auch entsprechendem Handeln) in Teilen Ostdeutschland auch aus der geschichte der DDR aus begründbar in erscheinung treten lassen.

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<28> das jedenfalls das Abgehängt-Sein groß weniger erklärungsmächtig weil das rechte Regression sein könnte, darauf verweist jüngst die einer Studie von Felix Rösel und Lasare Samartzidis. Die Autoren kommen vielmehr zu einem anderen, dafür nur in Ostdeutschland messbaren, Befund: „Die AfD-Ergebnisse an Ostdeutschland sind deshalb weniger Ergebnis eines gefühlten sozialen oder wirtschaftlichen „Abgehängt-Seins“ zusammen vielmehr ausdruck einer niedrigeren Toleranz gegenüber modernen Lebensformen und einen höheren Skepsis gegenüberliegende seite Politikern.“<29> Eine bis um heute viel zu wenig diskutierte Anregung zögern hierzu schon im märz 1989 ns Regisseur und DDR-Bürgerrechtler konrad Weiß, der in Bezug oben den Stalinismus feststellte, dass dieser nicht anzeigen den „antifaschistischen land und das antifaschistische Idee“ diskreditiert habe, sondern das seither „alle Fehler, alle Mängel dies Staates und dieser Gesellschaft <…> Argumente für ns eigene moralische vorgesetzter <…>. Die latente Bereitschaft von Umkehr geschlagen um in einen neuen, jedoch in der tiefsten Seele festgehalten Fanatismus. Dies rückbekehrten Faschisten lebte vierzig jahre lang nach external hin angepaßt, als politisch indifferente hagen sich sozialistisch gebärdende Bürger. Sie sind es, denke ich, ns geduldig oben ihre stunde gewartet und nun an ihre enkel den braunen Stafettenstab weitergereicht haben. Sie, ns unauffällig zu sein und harmlos scheinen, die schwer zu packen sind, pflegen die Fäden an der Hand; no jene Handvoll ehemalige SS-Leute und Parteibonzen, die hier und da unter falschem Namen hagen mit gefälschten Papieren untergekrochen befinde mögen. Ns alles, es ist mich bewußt, ist Hypothese. Vielleicht ist alles mehrfach einfacher. Kann sein gibt das wirklich Familien, bei denen die faschistische Idee aufgetan und ungebrochen gelebt und einen faschistisches Elitebewußtsein gezüchtet wurde. Vielleicht zu sein es die Witwen das Gehenkten, die in die Söhne und Enkel ns Vermächtnis ns Männer weitergereicht haben.“<30>In Bezug oben die Lehren aus 1968 Ost kalk sich einen solcher Effekt wenigstens mutmaßen, sogar weil der Antifaschismus der DDR hier wichtig Kratzer, ns Antistalinismus, den Weiß hier anführt, neuen Auftrieb erhielt.<31> auf jeden fall liefert der über Anfang in brüchige Mythos des DDR-Antifaschismus, ns „vielleicht noch mehr zusammen die Idee ns Sozialismus mich – aus der Perspektive ihrer Verteidiger um zu innersten Legitimationskern der DDR“<32> gehörte, für anfang und Verlauf ns DDR – der Historiker jens Gieseke spricht über einer „subkutan postfaschistische Gesellschaft“<33> – wie für deren das ende mannigfaltige Hinweise. Das letzten kinder und Jugendlichen ns DDR, jene abdominal 1970 Geborenen, schworen in Scharen von Sozialismus und Antifaschismus ab und drifteten bis um über das das ende der DDR hinaus in rechte Ideologien, Subkulturen und vor allem verlassen ab, weil an ihnen „die straße gegenüber antisemitischen, nationalistischen und rechtsextremen Einstellungen nachzulassen – was die rechtsextreme Jugendszene aus der 80er jahr und das rechtsextremen und fremdenfeindlichen Gewaltausbruch in den neuen Bundesländern bis um 1993 erklärt.“<34>

Wir müssen reden!

Weiß’ Überlegungen, angewendet in das video der Niederschlagung von Prager Frühlings, aber sogar auf die negativ aufgeladene Chiffre 1968 West, könnten erklären helfen, wieso wir rechtes Denken bei Teilen Ostdeutschlands und insbesondere in Sachsen gerade wie Abwehrdiskurs in neue Höhen aufschwingen konnte. Jedenfalls: das 50 jahr nach zum Traum von einem „Sozialismus mit menschlichem Antlitz“ an manchen regionen Ostdeutschlands und besonders Sachsens AfD, NPD, „PEGIDA“ und Co. Eine gewisse deutungshoheit errungen jawohl und gemeinsam ns liberale Fundament ns Bundesrepublik attackieren, inzwischen im mecklenburgischen Jamel völkische Siedler Wiesen erobern oder in dem erzgebirgischen Schwarzenberg neue „national befreite“ Zonen entstehen, sollte darüber hinaus ostdeutscher Befindlichkeiten und westdeutscher Belehrungen neue debatte anstoßen.Zitierweise: michael Lühmann, 1968 OST - Was von „Sozialismus mit menschlichem Antlitz“ übrig blieb, in: deutschland Archiv, 17.8.2018, Link: www.applypaint.org/273977