Isabel allende der japanische liebhaber

Rezension von 23.11.2015 · 7 x als »hilfreich« (100%)0 x wie »nicht hilfreich«"> 7 x als hilfreich bewertet · noch unkommentiert

Lark house ist nein tris­tes Al­ters­heim. Das Anlage ver­dient das Be­zeich­nung »Residenz« für Senio­ren bei vol­lem Umfang. Alle angestellt so­wie maß­ge­schnei­derte Ser­vice­leis­tun­gen – Reini­gung, Ver­pfle­gung, Fahr­dienste etc. – über­nehmen ns hilf­reichen Hände ns Haus­perso­nals. Bi­blio­thek, Spiel­saal, Schön­heits­salon, einer Werk­statt laden ein, kurse bie­ten unter­halt­same Fort­bil­dung. Wer in der Lage kommen sie ist – kör­per­lich, geis­tig, fi­nan­ziell –, der tun können sich hier am Stadt­rand von Ber­ke­ley in der shannel Fran­cis­co just auch an vor­gerück­tem das alter noch sei­nes lebens er­freuen und wir rund­um ver­wirk­li­chen. Ns meis­ten ns 250 Be­woh­ner (Durch­schnitts­alter 85 Jahre) zu sein fit und ini­tia­tiv ge­nug, um ihre letzte, viel­leicht schön­s­te Le­bens­phase völlig unab­hän­gig zu ge­nie­ßen. Man­che tan­zen zum Som­mer­son­nen­wen­de bar­fuß im Wald und um­schlin­gen Mammut­baum­stämme, an­dere (»Alte für das Frie­den«) rücken regel­mäßig mit Rolla­to­ren, Roll­stühlen, Stöcken und Transpa­ren­ten vor der Polizei­wache an, ca sich kämp­fe­risch gegen Krieg und Klima­erwär­mung zu empö­ren. Manch­mal ziehen süß­li­cher Hasch-Geruch weil die Gänge als einst innerhalb College ...

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Das fidele Lark House, ns gera­dezu humor­voll gezeich­nete ort unbe­kümmer­ten Älter­wer­dens, bildet den äuße­ren Hand­lungs­rahmen für Isa­bel Allen­des neues­ten roman »El amante japonés«

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, ns Svenja Becker über­setzt hat. Hier trifft ns drei­und­zwan­zig­jährige Aus­hilfs­kraft Irina Bazili ende Molda­wien das Pro­tago­nistin Alma Belas­co, 82.

Vor nr 3 Jah­ren hat die Lady by ei­nem Tag an den anderen ihre noble Villa nahe ns Golden gate Bridge verkauft, ih­ren Posten als Vorsit­zende ns Belasco-Stif­tung ihrem einzigen sohn Larry über­tragen und einer nüch­ternes Apart­ment in Lark house be­zogen. Hier gibt sich die alt Dame aristo­kra­tisch und hält Distanz zu den übri­gen Heim­bewoh­nern, de­nen sie sich of­fen­sicht­lich über­legen fühlt. Sie und ihre alt Katze Neko sind ein­ander genug. Ihr Lebens­wan­del zeigen An­lass kommen sie aller­hand plaudern und Rät­sel­raten. Wäh­rend ns Aus­flüge in ihrem »quietsch­grünen Smart« scheint sie die gül­tigen Verkehrs­re­geln in ihre besitzen Weise zu inter­pre­tieren, zusammen man ende der Zahl von Straf­zetteln, die in Lark home für sie ein­trudeln, schließt. Abdominal und zu ver­schwin­det sie gleich für einer paar Tage, ohne irgend­welche An­gaben dazu zu hinter­las­sen. Bei der selt­samsten frei­lich: Einmal an der hauptsächlich erhält sie ei­nen gelben Um­schlag und einer Kist­chen mit drei Garde­nien – beides ohne Ab­sender.

Als mrs Be­lasco ns noch etwas unbe­darft wir­ken­den Irina einer Stelle als Privat­sekre­tärin anbie­tet, kommt das einem Be­fehl gleich, da Wider­worte verfügen über Alma noch noch nie ge­dul­det. We­gen ihr neuen An­ge­stellten be­sucht Lieb­lings­enkel Seth (32) seine Groß­mut­ter einig regel­mäßiger als bis­her; er verliebt wir un­sterb­lich bei Irina. Nach und nach erfah­ren die bei­den Almas Lebens-, Liebes- und Lei­dens­ge­schich­te, und diese form den Haupt­hand­lungs­strang von Romans.

Er setzt 1939 in Danzig ein, zusammen die sieben­jährige Alma Men­del von ihren Eltern oben die lang Schiffs­reise nach Kali­for­nien ge­schickt wird. Da drüben soll sie bei ihr wohl­ha­ben­den und an­gese­henen Ver­wandten, ns Fa­mi­lie Be­lasco, unter­kom­men. Deine Haus­lehre­rin be­glei­tet sie, dennoch über­win­det ns Kind ns Tren­nung nie. Arbeit und Nächte klingender sound sie, ver­steckt bei ihrem Klei­der­schrank. Einzig Cou­sin Natha­niel, 14, »bleich, dünn und lang wie ein Reiher«, finden Zu­gang zu dem intro­vertier­ten Mädchen und wird ihre vertrau­ter Freund. Ns El­tern über­leben ns Holo­caust nicht.

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Ein japani­scher Gärt­ner, Takao Fukuda, pflegt die Park­anlage das Belascos an San Fran­cisco. Er Übernachten seinen zier­lichen, aber kräf­ti­gen sohn Ichimei mit, da­mit das ihm zur hand geht. Das gleich­altrige junge wird kommen sie Almas ti­tel­ge­ben­dem »japa­ni­schen Lieb­ha­ber«. Noch erst einmal ver­hin­dert ns Kriegs­ver­lauf, dass die beide ihre Kin­der­liebe­lei aus­leben dürfen. Nach kommen sie japa­ni­schen An­griff auf Pearl port (im De­zem­ber 1941) werden über hun­dert­tau­send japa­nisch­stäm­mige Ein­wan­derer, zwei Drittel daraus US-Staats­bür­ger, unter pau­scha­lem Spio­na­ge­ver­dacht von der West­küs­te an »War Re­loca­tion Centers« im Landes­inne­ren inter­niert, dar­un­ter auch die familie Fu­kuda. Alma und Ichi­mei verspre­chen ein­ander, re­gel­mäßig zu schrei­ben, aber wie­der­sehen wer­den sie sich zuerst viele jahre spä­ter.

Ihre liebe ent­brennt er­neut, gut voller er­wach­sener Lei­den­schaft, als die bei­den 1955 zu­fällig auf­ein­an­der­treffen. Ns Stim­mung im festland zwingt sie, ihre Be­zie­hung ver­bor­gen zu halten. Wie Alma schwanger wird, muss sie eine schwere Ent­schei­dung tref­fen.

Obwohl die po­litischen Um­stände, Ichimeis Per­sön­lich­keit und Almas eige­ne durch­wach­sene Charak­ter­eigen­schaf­ten kommen sie führen, das die bei­den keine vor mit­ein­ander ein­ge­hen, be­steht ihre Liebe weiter, »be­schützt vor den Ab­nut­zun­gen weil die welt und un­be­scha­det für den Rest unse­res Le­bens und über den Tod hinaus« ...

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Man ahnt es schon: da hat die routi­nierte, er­folgs­ver­wöhnte Best­sel­ler­autorin Isabel Allende sämt­liche be­währ­ten Früchte in ihren Stand­mixer ge­schnip­selt und in ein süßes Smoothie an­ge­rührt. Kommen sie den hier an­ge­deute­ten Sorten – by Glück und Un­glück an der liebe über das schar­fen Sa­chen (Holo­caust, In­ter­nie­rungs­lager, Rassis­mus) bis kommen sie hüb­scher Deko (Blüten des Senio­ren­da­seins) – würzt noch ns ganzer korb weite­ren Obstes das Cock­tail: Aids, De­menz, Ho­mo­sexua­lität, In­zest, Kin­des­miss­brauch und -porno­grafie, Pro­stitu­tion ver­sklav­ter ost­euro­päi­scher Frauen, Sterbe­hilfe ... Da tropft mehrfach Kitsch, Kli­schee und Schmalz aus den buchseite (»Ichi­mei bekam es ver­dient, dass man ihm be­din­gungs­los liebte, das sei einen wun­der­barer Mann, einer Weiser, einer Hei­li­ger, eine reine Seele, ns ein­fühl­samer und zärt­li­cher Lieb­ha­ber, an seinen arm sei sie glück­lich, spru­delte es ende ihr her­aus, und sie musste sich schnäu­zen, ca nicht in Tränen aus­zu­brechen und ca einen remainder Haltung zu be­wah­ren.«). Wem von Über­maß an Zu­cker nicht ns Zähne schmer­zen (»Manch­mal tut ns Liebe weh.«), ns wird sich bei Isabel Allen­des roman­ti­scher Ge­schichte er­freuen, denn sie fesselt von An­fang bis das ende und ist als im­mer leben­dig, detail­liert und flüssig er­zählt.